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17. September, „Sprache. Macht. Krise"

"Sprache. Macht. Krise" – unter diesem Titel fand Ende August 2020 das Online-Forum "Kirche und Rechtsextremismus im Norden" statt. Im Gespräch zwischen Prof. Dr. Marina Münkler, Literaturwissenschaftlerin an der Technischen Universität Dresden, und Pastor Klaus Dieter Kaiser, Direktor der Evangelischen Akademie der Nordkirche, ging es um Kommunikation, auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Wie kann das gegenseitige Verstehen zwischen der Wissenschaft, die Theorien und Hypothesen zur Diskussion stellt, zwischen der Politik, die Entscheidungen treffen muss, und zwischen Religion und Weltanschauungen gelingen "Verschwörungsnarrative lassen sich nur eindämmen durch die Einübung einer Ungewissheitstoleranz und durch Gesprächsbereitschaft", ist Marina Münkler überzeugt. Und Klaus Dieter Kaiser ergänzt, dass Verschwörungsnarrative pluralismusunfähig sind, weil sie in der Kommunikation immer eine eindeutige Kausalität feststellen.

Die Grenzen von Freiheit und Selbstbestimmung müssen immer aufs Neue ausgehandelt werden denn es gibt keine grundsätzlich positiven Worte. "Nicht mal die Liebe ist ein Wort, das keine Rückseite hat. Denn die Liebe kann sehr viel mit Selbstermächtigung und Machtausüben über Menschen zu tun habe.", so Marina Münkler. Klaus Dieter Kaiser: "Egal, welche Entscheidungen wir treffen, wir haben immer mit Ambivalenzen zu tun." Daher, hier sind sich beide Gesprächspartner einig, müssen wir uns auf Ungewissheiten einstellen und in der Auseinandersetzung bleiben.

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Auf dem You Tube-Kanal der Akademie ist das Video abrufbar >