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Lebendige ländliche Räume

"Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte und am ländlichsten geprägte deutsche Bundesland."[1]

Dieser Satz von Wikipedia zeigt eine grundlegende Herausforderung der DemokratieBildung im Bundesland. Ländliche Räume dienen manchmal als Sehnsuchtsorte, nach dem ursprünglichen Leben fernab von Großstädten, manchmal aber auch als Albtraum, wenn scheinbar nichts mehr da ist außer einer zerfallenen Landstraße. Tatsächlich bieten verschiedene ländliche Räume in Mecklenburg-Vorpommern vielfältige Herausforderungen und Potentiale.

Ländliche Räume haben mit negativen demografischen Entwicklungen, Mängeln in der Wirtschaftskraft und fehlenden Arbeitsplätzen sowie mit politischen Problemen durch den Erfolg und die Aktivitäten rechtpopulistischer und -extremistischer Gruppierungen und Parteien zu kämpfen. Zu den lokal sehr spezifischen Herausforderungen in ländlichen Räumen kann außerdem gehören, dass weltanschauliche Gemeinschaften dort Rückzugs- oder Sammlungsorte suchen und etablieren. Völkische Netzwerke gehören zum rechtsextremen Spektrum und erschließen in ländlichen Regionen Wohn- und Lebensräume, um auf Kaderbildung und Vernetzung aufbauende, geschlossene Gemeinschaften zu bilden. Solche Gruppen bereiten Schwierigkeiten, weil ihre Mitglieder offen oder verdeckt ihre Ziele verfolgen und damit direkt oder mittelbar auf ihr Umfeld, etwa die örtlichen Institutionen des öffentlichen Lebens, wie Kirchen, Kitas, Vereine, kommunale Gremien einwirken und dort im schlimmsten Fall an Einfluss gewinnen.

Wie unter diesen Bedingungen funktionierende und in sozialer wie ökonomischer Hinsicht belastbare demokratische Gemeinwesen gepflegt und entwickelt werden können, ist eine Frage, die nach analytisch ernsthaften und interventional sensiblen Antworten verlangt.



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mecklenburg-Vorpommern#Bev%C3%B6lkerung



 

 

Ansprechpartnerin: Claudia Kühhirt

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