9. Mai 2026, 10.00 Uhr - 17.00 Uhr
Busdorf, Wikingerhäuser im Wikingermuseum Haithabu, Haddebyer Chaussee B76
Ansgar, der erste echte Europäer
Vom Mut, Grenzen zu überwinden
Vortrag, Musik und Gespräch

Akademie-Studienleitung: Maike Lauther-Pohl
Mit dem Stift Ribe, der Theologischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und anderen

Teilnahmegebühr: 20 Euro

Gefördert durch Interreg Deutschland-Danmark und die Europäischen Union.

Programm

Anmeldung erforderlich

Anmeldung info@christianjensenkolleg.de

Adresse: Wikingerhäuser im Wikingermuseum Haithabu
Haddebyer Chaussee B76, 24866 Busdorf

Dänemark und Schleswig-Holstein verbindet die gemeinsame Geschichte: Vor 1.200 Jahren brach Ansgar in den Norden Europas auf. Seine Reise gilt als ein frühes Beispiel für die Überwindung politischer wie religiöser Grenzen. Ansgar – ein Brückenbauer zwischen Kulturen, Konfessionen und Sprachen. Sein Wirken wirft aktuelle Fragen nach Identität, Integration und dem friedlichen Zusammenleben in einem sich wandelnden Europa auf. Der Blick auf Ansgar als erstem Europäer weitet den Horizont und verbindet Menschen beiderseits der Grenze. Mit praktischen Aktivitäten und Mitmachaktionen auch für Familien.

Ein Tag für alle, die sich für unsere Geschichte in Schleswig-Holstein und Dänemark und für aktuelle Themen unserer Gesellschaft heute interessieren.

Zu allen Veranstaltungen des gesamten Ansgarjubiläums in 2026 finden Sie mehr unter www.ansgar2026.de.

Der Studientag bildet einen der inhaltlichen Schwerpunkte im Ansgarjubiläium. Historisch-wissenschaftliche Zugänge zur Christianisierung im Norden und gesellschaftspolitische Aspekte aus der Geschichte als Impulse für heutige aktuelle Herausforderungen werden thematisiert. Es finden Vorträge aus der Perspektive von Archäologie, Kirchengeschichte, Soziologie und Theologie statt. Menschen kommen ins Gespräch. Ergänzend können handwerkliche Angebote zu dem geschichtlichen Kontext aus dem Wikingermuseum genutzt werden. Der Tag mündet in einem Jazzkonzert der dänischen Musikerin Janne Marks und des dänischen Musikers Martin Schack.

Programm:
- Matthias Toplak, Archäologe und Leiter des Wikingermuseums Haithabu: Ansgar – die echte Wahrheit zu seiner Person und Motivation. Aktuelle Erkenntnisse aus Archäologie und Wikingerforschung

Prof. Dr. Matthias Sommer Bostrup, Culture an Society Church History and Practical Theology, Aarhus University: Wie wurde Ansgar in der Geschichte gesehen – und was bedeutet das für heute?

Prof. Dr. Andreas Müller, Ältere und Mittlere Kirchengeschichte, Christian Albrechts Universität zu Kiel: Ansgar von Bremen, Vater der Armen? Wohltätigkeit im Wirken des Apostels des Nordens und deren Verankerung in der spätantiken Philanthropie

- Mittagsessen -

- Signe von Oettingen, Pastorin in Ribe, Verantwortliche für das Ansgarjubiläum im Stift Ribe: Ansgar, eine zerrissene und zugleich integrative Gestalt

Prof. Dr. Monika Eigmüller, Soziologie an der Europa-Universität Flensburg: Was bedeutet Europäische Identität heute?

Zwischendurch: Gespräche und Musik.

16.00 - 17.00 Jazz-Konzert: Janne Marks und Martin Schack, Gesang und Piano, Dänemark

Parallel bieten praktische Workshops für alle Altersstufen die Möglichkeit, eine historische „Ansgar-Postkarte“ mit biblischen Pflanzenmotiven zu gestalten – eine kreative Annäherung an die Lebenswelt des 9. Jahrhunderts. Bibelzentruzm Schleswig.

Der Studientag wird so gestaltet sein, dass Besucher*innen jederzeit einsteigen können.

Leitung: Maike Lauther-Pohl, Evangelische Akademie der Nordkirche

Die historische Perspektive fragt mit aktuellen Erkenntnissen aus Archäologie und Kirchengeschichte nach der Wahrheit zu Person Ansgars und seiner Motivation. Wie wurde Ansgar in der Geschichte gesehen und was bedeutet das für heute? Wie ist die caritative Tätigkeit Ansgars einzuschätzen? Aus der heutigen Lebenswelt schauen wir auf Ansgar als eine zerrissene und zugleich integrative Gestalt. Welche Anregungen für uns heute, für die Gesellschaft bekommen wir aus der geschichtlichen Figur Ansgar? Die soziologische Perspektive nimmt den Gedanken einer eurpäischen Identität auf. Welche Anregungen für Verständigung, Zukunftsthemen, Glaube und Friedensgestaltung können unsere gemeinsamen Wurzeln der Kultur- und Glaubensgeschichte im Norden bieten?