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Veranstaltungen

19. Juni 2020, 11.00 Uhr - 16.00 Uhr
23558 Lübeck, Gedenkstätte Lutherkirche, Moislinger Allee 96

Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit im Bereich der Nordkirche // entfällt

Netzwerktreffen


In Kooperation mit der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit Neuengamme, Kirche im Dialog, dem Kirchenkreis Mecklenburg, der Referentin für Kunst und Kulturgut im Baudezernat des Landeskirchenamtes, der Beauftragten für Gedenkstättenarbeit des Kirchenkreises Ostholstein und der Gedenkstätte Lutherkirche Lübeck

Anmeldung erforderlich >

Die Teilnahme ist kostenlos

In vielen Kirchengemeinden gibt es Ehrenmale, Namenstafeln bzw. Gedenkbücher zu Ehren der Gefallenen. Zahlreiche Ehrenmäler, die nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg aufgestellt worden sind, zeugen in Schrift und Darstellung in einer Weise vom Christentum, die uns heute fremd ist. Die nach dem Zweiten Weltkrieg ergänzten Tafeln bzw. Gedenkbücher sind aus heutiger Sicht problematisch, sofern sie die gefallenen Soldaten, Polizisten und SS-Angehörigen nennen, nicht aber die getöteten Zivilisten und Zivilistinnen sowie die Opfer des Nationalsozialismus. In vielen Orten und Gemeinden besteht deshalb ein Bedürfnis nach einer kritischen Einordnung sowie einer zeitgemäßen Erinnerungskultur und Vernetzung. 

Zahlreiche Beispiele und Anregungen bietet bereits die Internetseite www.denk-mal-gegen-krieg.de>. Darüber hinaus möchten wir im kollegialen Austausch Informationen darüber zusammentragen, wie bislang mit Ehrenmälern verfahren wird, in welcher Form Gedenktafeln und Ehrenbücher in Kirchen historisch-kritisch kommentiert oder ergänzt werden können, wie ein Gedenken zum Volkstrauertag an schwierigen Orten im Besonderen und eine Förderung weiterer Gedenk- und Feiertage im Allgemeinen in gemeinsamer Arbeit von Orts- und Kirchengemeinde gelingen kann. 

Unter anderem zu diesem Zweck hat sich eine kleine Gruppe konstituiert, die für den Bereich der Nordkirche eine Vernetzung anstrebt, um Erfahrungen zu sammeln und Interessierten übersichtliche Materialien und Anregungen zur Verfügung zu stellen. Der Kreis beabsichtigt darüber hinaus, ein Netzwerk "Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit" im Bereich der Nordkirche aufzubauen.

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